1.2.5. Tarifvertrag
Im zvoove (für Gebäudedienstleister) sind die verschiedenen Mitarbeitergruppen und Entgeltgruppen des Gebäudereiniger-Tarifvertrages hinterlegt.
Selbstverständlich sind Sie nicht darauf festgelegt, den Tarifvertrag anzuwenden. Stattdessen können Sie flexibel einen „Haustarifvertrag" erstellen.
Über Datei > Stammdaten > Abrechnng > Tarifvertrag gelangen Sie in die folgende Tarifvertragshauptmaske:
In den Stammdaten sind bereits die Anforderungen des gültigen Tarifvertrags abgebildet. Sowohl die Entgelte als auch die Erschwerniszulagen sind für jede Tarifgruppe angelegt.
1.2.5.1. Entgelte festlegen, verändern
Wenn Sie die Entgelte einer Mitarbeitergruppe festlegen oder ändern möchten, wählen Sie die entsprechende Mitarbeitergruppe aus und klicken auf den Button „Entgelt". Sie gelangen dadurch in folgende Ansicht:
Im oberen Teil der Maske sehen Sie, welche Mitarbeitergruppe Sie ausgewählt haben, und welche Stundensätze gültig sind. Über „Neu" erzeugen Sie eine neue Zeile und mit „Löschen" wird die ausgewählte Zeile gelöscht.
Im unteren Teil der Maske befinden sich die einzelnen Entgeltgruppen mit den entsprechenden Entgeltstufen in Euro. Diese Werte können manuell verändert werden.
Über den Button „Duplizieren" können Sie Entgelte plus einer prozentualen Änderung in einen neuen Zeitraum übernehmen.
1.2.5.2. Erschwerniszuschläge
Die Erschwerniszuschläge können Sie über den gleichnamigen Button öffnen. Erschwerniszuschläge sind lt. Tarifvertrag in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt.
1. Arbeiten, die mit persönlicher Schutzausrüstung durchgeführt werden, erhalten als Zuschlag einen entsprechenden Prozentsatz vom gültigen Lohn.
1. Arbeiten in und an besonderen Räumen und Einrichten werden mit einem zusätzlichen festen Betrag in Euro vergütet.
Im oberen Teil der Maske werden diese einzelnen Erschwerniszuschläge angezeigt. Über zwei Registerkarten können die jeweiligen Zuschläge ausgewählt werden.
Über „Neu" besteht die Möglichkeit, einen neuen Zuschlag zu erfassen. Dazu wird eine neue Zeile eröffnet, in der Sie die Bezeichnung eingeben können.
Mit dem Button "Löschen" kann ein ausgewählter Zuschlag (nach entsprechender Sicherheitsabfrage) gelöscht werden.
Anmerkung: Sobald ein Zuschlag einem Mitarbeiter zugeordnet wurde, ist ein Löschen nicht mehr möglich und Sie erhalten folgende Meldung:
Über den Button „Duplizieren" können Sie den ausgewählten Zuschlag mit den gleichen Einstellungen entsprechend kopieren.
Hier müssen Sie lediglich ein „Gültig Ab"-Datum eingeben. Durch Klick auf OK wird ein neuer Datensatz angelegt.
Im unteren Bereich der Maske wird je Zuschlagsart festgelegt, wie hoch der Zuschlag (in Euro/Prozent) ist und mit welcher Lohnart dieser Zuschlag später ausgewiesen werden soll.
1.2.5.3. Gruppen
Über den gleichnamigen Button kommen Sie in folgende Ansicht:
Hier können Sie je Mitarbeitergruppe die entsprechenden Entgeltgruppen anlegen, löschen, verändern.
Zusätzlich können Sie je Entgeltgruppe eine Tätigkeitsbeschreibung der jeweiligen Gruppe hinterlegen.
1.2.5.4. Tarifgruppe kopieren
Durch duplizieren der markierten Tarifgruppe haben Sie die Möglichkeit mit wenig Aufwand eine prozentuale Änderung der Tarifentgelte durchzuführen. Geben Sie einfach den Prozentwert an, um den Sie die Entgelte erhöhen möchten.
Durch Klick auf OK wird eine neue Mitarbeitergruppe angelegt. Die neue Mitarbeitergruppe enthält die erhöhten Entgelte und können den Mitarbeitern entsprechend zugeordnet werden.
1.2.5.5. Zusätzliches Urlaubsgeld
Seit dem 01.01.2007 muss lt. Tarifvertrag das zusätzliche Urlaubsgeld in der Gebäudereinigung gezahlt werden. Dies können Sie gem. der Vorgabe der Bundesinnung im zvoove (für Gebäudedienstleister) entsprechend abbilden. Damit das zus. Urlaubsgeld korrekt bezahlt wird, bedarf es allerdings Vorgaben, die von Ihnen zumindest kontrolliert werden sollten. Über den Button „Zusätzliches Urlaubsgeld" gelangen Sie in die Ansicht der Vorgaben zur Zahlung des zus. Urlaubsgeldes.
Hier ist bereits das o.a. Beispiel eingerichtet. Sie können diese Werte selbstverständlich ändern. Falls das Urlaubsgeld nicht zu 100 % gezahlt werden soll, können Sie dies über die Spalte „Auszahlung %" steuern. Sie können hier festlegen, wie viele Monate ein Mitarbeiter bei Ihnen beschäftigt sein muss, damit das zus. Urlaubsgeld gezahlt wird. Im nächsten Feld wird festgelegt, mit welcher
durchschnittlichen täglichen Arbeitszeit das zus. Urlaubsgeld berechnet werden soll (39 Wochenstunden / 5 Wochentage = 7,8 Stunden/Tag). Unter „Faktor Tarifstundenlöhne" ist der Berechnungsfaktor hinterlegt. Über „Technischer Eintritt berücksichtigen" können Sie steuern, ob der Anspruch auf das zusätzliche Urlaubsgeld anhand des Eintrittsdatums oder des Technischen Eintrittsdatums errechnet werden soll.
Dies waren die Grundeinstellungen im Tarif zum zusätzlichen Urlaubsgeld. Damit das Programm das Urlaubsgeld nun automatisch zahlen kann, bedarf es noch weiterer Einstellungen, die im Folgenden erklärt werden.
Im Personalstamm im Unterpunkt Lohn > Lohn/Gehalt > Allgemeine Lohndaten müssen Sie zunächst das Arbeitsverhältnis entsprechend einstellen.
Im gleichen Dialog können Sie je Mitarbeiter festlegen, ob das zusätzliche Urlaubsgeld nicht gezahlt werden soll. Hierfür setzen Sie das Häkchen bei „Kein zusätzliches Urlaubsgeld".
Neben dem Arbeitsverhältnis muss der Mitarbeiter ein gültiges Tarifentgelt haben. Dies können Sie ebenfalls im Personalstamm über den Punkt Lohn > Lohn/Gehalt > Tarifentgelt hinterlegen.
Hat nun ein Mitarbeiter Urlaub, und die oben genannten Voraussetzungen sind erfüllt, wird zu der jeweiligen Urlaubs-Lohnart die Lohnart für das zusätzliche Urlaubsgeld mit ausgewiesen.
Der gesamte Jahresanspruch auf zusätzliches Urlaubsgeld kann bei geringfügigen
Beschäftigungsverhältnissen gleichmäßig auf 12 Abrechnungsmonate verteilt ausbezahlt werden. Dazu teilen Sie den Jahresanspruch durch 12 und legen diese als feste monatliche Lohnart im Personalstamm an.
1.2.5.6. Tariferhöhung zu einem bestimmten Datum
Zum 01.01.2017 erhöhen sich die tariflichen Entgelte in der Gebäudereinigungsbranche.
Für alle Mitarbeiter, denen Sie im Personalstamm unter Lohn > Lohn/Gehalt > Tarifentgelt eine Mitarbeiter- und Entgeltgruppe zugewiesen haben, können Sie diese Erhöhung schnell und problemlos durchführen.
Über Datei > Stammdaten > Abrechnung > Tarifvertrag können Sie die Entgelte für 2017 eintragen lassen:
Es kommt eine Abfrage, die Sie mit „Ja" bestätigen sollten:
Für den Fall, dass Sie in ihrem System mit der Funktion „Kontrollvorgaben" arbeiten, erhalten Sie als nächstes folgende Meldung:
Wenn Sie diese Abfrage mit „Ja" bestätigen, werden die Stundenlöhne, die in den Kontrollvorgaben im
Auftrag auf der Objektebene hinterlegt sind, ebenfalls zum 01.01.2017 angepasst. Bei Bestätigung der Abfrage mit „Nein" passiert dies nicht automatisch. Unabhängig davon besteht jederzeit die Möglichkeit zur manuellen Anpassung.
Der Datensatz mit dem bisherigen Stundenlohn wird zum 31.12.2016 beendet und ein neuer Datensatz zum 01.01.2017 angelegt.
Der Erfolg wird per Meldung bestätigt:
Wenn Sie nun auf den Button „Entgelt" gehen, können Sie sehen, wie die neuen Stundenlöhne hinterlegt worden sind.
Im Personalstamm beim Mitarbeiter müssen Sie in der Tarifentgeltmaske bezogen auf den Stundenlohn nichts weiter machen.
Durch diese Hinterlegung im Tarifvertrag weiß das Programm, dass der Mitarbeiter ab dem 01.01.2017 einen höheren Stundenlohn erhält.
Wenn Sie einen eigenen Tarifvertrag (Haustarifvertrag) angelegt haben, werden die Entgelte nicht automatisch angepasst.
Über den Menüpunkt Datei > Stammdaten > Leistungsarten kommen Sie in die Stammtabelle der Leistungsarten. Hier erfassen Sie das gesamte Leistungsspektrum, welches Sie mit Ihrer Firma abdecken, wie z.B. Glasreinigung, Unterhaltsreinigung, Büroreinigung usw.
Im obigen Bereich haben Sie eine Suchfunktion, mit der Sie nach Leistungsart-Bezeichnungen und Leistungsart-Nummern suchen können:
Ebenfalls können Sie hier einstellen, ob Ihnen nur aktive Leistungsarten, nur deaktive Leistungsarten oder beides angezeigt werden soll.
Unter diesem Bereich werden Ihnen Ihre Leistungsarten aufgelistet:
Leistung-Nr.: Frei zu vergebende lfd. Nummer
Bezeichnung Leistungsart: Bezeichnung der Leistung
Abrechnungsart: Standardvorbelegung für die Abrechnung der jeweiligen Leistung. Kann im Auftrag noch abgeändert werden
Status: Hier kann eingestellt werden, ob es sich um eine aktive oder deaktive Leistungsart handelt. Einheit: Einheit, mit der die Leistung standardmäßig vorbelegt werden soll (funktioniert nur, wenn Sie unter Extras>Optionen>Stammdaten>Angebot/Auftrag>Leistung als Bediener SYS-Admin das Häkchen für Mengeneinheit aktivieren)
DP-Auto-Erstellung: Über diese Spalte ist ersichtlich, ob für diese Leistungsart aktiviert ist, dass automatisch Dienstpläne erzeugt werden sollen.
Vorgabe Arbeitsschein: An dieser Stelle kann voreingestellt werden, ob diese Leistung grundsätzlich mit Arbeitsschein durchgeführt werden soll. Einstellung ist im Auftrag selbstverständlich von Fall zu Fall noch abänderbar.
Weitere Informationen: In diesem Feld können Sie weitere Informationen hinterlegen. Diese Informationen werden bei Übernahme der Leistung im Auftrag übernommen.
Funktionen im unteren Bereich:
Über „Neu" kann eine neue Leistungsart erfasst werden, über „Löschen" kann eine Leistungsart gelöscht werden (nur wenn die Leistungsart in keinem aktiven Auftrag vorhanden ist) und über den vorletzten Button können Sie die Leistung deaktivieren (siehe hierzu auch Kapitel 1.15.8).
Stundenlohn:
Es bestehen bereits diverse Möglichkeiten die Vorgabestunden auf dem Arbeitsschein auszugeben. Eine dieser Möglichkeiten ist die Ausgabe der Vorgabestunden, welche Sie in der Leistung hinterlegen, geteilt durch 1,1. Mit der aktuellen Version wurde die Möglichkeit geschaffen mit derselben Textmarke die Vorgabestunden folgendermaßen auszugeben: Gesamtpreis der Leistung * Lohnanteil in % / 1,1 / festgelegter Stundenlohn Damit Sie diese Ermittlung der Vorgabestunden nutzen können, müssen Sie in den Optionen dies zunächst einstellen. Als Bediener SYS-Admin finden Sie im Bereich Stammdaten > Angebot/Auftrag die Einstellung „Vorgabestunden inkl. Stundenlohn und Lohnkostenanteil".
Durch die Aktivierung dieser Optionen sind nun im Bereich der Vorgaben/Limits in Einstellung/Abrechnung in der Leistungsübersicht im Auftrag zwei neue Felder:
In diesen Feldern können Sie den Stundenlohn, sowie den Lohnkostenanteil festlegen, welche für die
Berechnung der Vorgabestunden genutzt werden sollen. In diesem Beispiel hat die Leistung einen Gesamtpreis von 1000 Euro. Übernehmen Sie die Stunden in die Berechnungsformel ergeben sich folgende Vorgabestunden: 1000 € * 43% / 1,1 / 11,90 = 32,845
Die Vorgabestunden werden auf die erste Nachkommastelle gerundet. Des Weiteren wird die Textmarke nicht mit Komma ausgegeben. Demnach würde auf dem Arbeitsschein als Vorgabestunden 328 ausgegeben.
Folgendes ist bei dieser Textmarke zu beachten: Wenn Sie die Felder Lohnkostenanteil und Stundenlohn mit Daten füllen, dann wird die Textmarke mit dieser Formel errechnet: Gesamtpreis der Leistung * Lohnkostenanteil / 1,1 / Stundenlohn Sind diese Felder nicht gefüllt, sondern nur die Vorgabestunden, dann wird die Textmarke mit folgender Formel ermittelt: Vorgabestunden / 1,1
Auf der linken Bildschirmseite werden Ihnen diverse Einstellungsmöglichkeiten angeboten. Wenn Sie einen dieser Buttons anklicken, werden Ihnen im unteren rechten Bildschirmbereich die entsprechenden Funktionen hierzu angezeigt, die Sie pro Leistungsart einstellen können Hier die Punkte im Einzelnen:























